Google Unternehmensprofil für Handwerker: Vollständige Anleitung 2026
Das Google Unternehmensprofil ist das mächtigste kostenlose Werkzeug für lokale Sichtbarkeit – und gleichzeitig das am häufigsten halbfertig ausgefüllte. Diese Anleitung zeigt, wie man es richtig macht.
Was das Google Unternehmensprofil ist – und warum es zählt
Wenn jemand nach einem Handwerker in seiner Stadt sucht, zeigt Google drei Ergebnisse in einer Kartenansicht an – noch vor den normalen Suchergebnissen. Dieses Feld heißt Local Pack. Wer hier auftaucht, bekommt Anrufe. Wer nicht auftaucht, existiert für diesen Suchenden nicht.
Das Google Unternehmensprofil (früher: Google My Business) entscheidet maßgeblich darüber, ob ein Betrieb im Local Pack erscheint. Es ist kostenlos. Es wirkt schnell. Und es ist der erste Schritt, den jeder lokale Betrieb gehen sollte – noch vor jeder Website-Optimierung.
Schritt 1: Profil anlegen oder beanspruchen
Unter business.google.com können Sie prüfen, ob Ihr Betrieb bereits eingetragen ist. Google legt manchmal automatisch Einträge an – basierend auf Daten aus dem Web. Diese müssen Sie beanspruchen und verifizieren, bevor jemand anderes das tut.
Falls noch kein Eintrag existiert: Neu anlegen, alle Pflichtfelder ausfüllen, Verifizierung abschließen. Die Verifizierung läuft meist per Postkarte (kommt in 5–14 Tagen) oder per Videoanruf. Ohne Verifizierung ist das Profil nicht aktiv.
Schritt 2: Die richtigen Kategorien wählen
Die Hauptkategorie ist entscheidend – Google nutzt sie als wichtigstes Relevanzsignal. Wählen Sie so spezifisch wie möglich:
- Nicht:"Dienstleister" oder "Handwerksbetrieb"
- Sondern:"Elektriker", "Malerbetrieb", "Klempner", "Dachdeckerei" – je nach Hauptleistung
Zusätzlich können Sie bis zu 9 weitere Kategorien angeben. Nutzen Sie das, um alle relevanten Leistungen abzudecken – zum Beispiel ein Elektrobetrieb, der auch Smart-Home-Installationen und Photovoltaik macht.
Schritt 3: NAP-Daten exakt eintragen
NAP steht für Name, Address, Phone – und diese drei Angaben müssen überall identisch sein: im Google Profil, auf der Website, im Impressum, in Verzeichnissen. Jede Abweichung schwächt das Vertrauenssignal gegenüber Google.
- →Firmenname exakt wie im Handelsregister oder auf dem Briefkopf
- →Vollständige Adresse mit Straße, Hausnummer, PLZ, Ort
- →Telefonnummer immer im Format +49 151 12345678 oder 0151 12345678 – einheitlich
- →Website-URL ohne Trailing-Slash oder mit – aber konsequent gleich
Schritt 4: Öffnungszeiten vollständig pflegen
Öffnungszeiten sind ein unterschätzter Rankingfaktor. Google möchte sicherstellen, dass der Betrieb erreichbar ist – fehlende Zeiten werden als negatives Signal gewertet. Tragen Sie auch Sonderzeiten für Feiertage ein, damit Google keine falschen Infos anzeigt.
Wenn Sie einen Notdienst anbieten: Das kann als Attribut angegeben werden. Das verbessert die Sichtbarkeit bei Suchanfragen wie "Elektriker Notdienst" erheblich.
Schritt 5: Leistungen und Beschreibung ausfüllen
Die Unternehmensbeschreibung hat 750 Zeichen. Nutzen Sie sie konkret: Was machen Sie, wo, für wen? Keine Marketing-Floskeln – konkrete Leistungen, konkrete Region.
Beispiel für einen Elektrobetrieb in Hannover:
Elektrobetrieb Mustermann aus Hannover-Linden. Wir übernehmen Elektroinstallationen im Neubau und Altbau, Zählerschrank-Sanierungen, Außenbeleuchtung und Smart-Home-Installationen. Schnelle Reaktionszeiten, feste Preise nach Aufwand. Für Privatkunden und Gewerbebetriebe in Hannover und Umgebung.
Im Bereich Leistungen können Sie außerdem einzelne Services mit Preisen eintragen. Das erscheint direkt im Profil und liefert dem Suchenden sofort Orientierung.
Schritt 6: Fotos – und zwar echte
Profile mit Fotos erhalten laut Google 42 % mehr Anfragen nach der Route und 35 % mehr Klicks auf die Website. Das sind keine kleinen Zahlen.
- →Außenansicht des Betriebs oder Fahrzeugflotte (damit man weiß, wen man trifft)
- →Mitarbeiter bei der Arbeit – echte Baustellen, kein Stock-Foto
- →Abgeschlossene Projekte: Vorher/Nachher ist immer stark
- →Logo in guter Qualität
Minimum: 10 Fotos. Besser: 20–30. Und regelmäßig neue ergänzen – Google wertet aktiv gepflegte Profile besser.
Schritt 7: Google Posts nutzen
Die wenigsten Handwerker nutzen Google Posts – das ist eine Chance. Posts erscheinen direkt im Profil und können Angebote, abgeschlossene Projekte oder saisonale Aktionen zeigen.
Einmal pro Woche ein kurzer Post (3–5 Sätze, ein Foto, ein Link) reicht. Das hält das Profil aktiv und zeigt Google, dass der Betrieb lebt.
Schritt 8: Fragen & Antworten vorausfüllen
Im Profil können Nutzer Fragen stellen – und jeder kann antworten, nicht nur Sie. Kommen Sie dem zuvor: Erstellen Sie selbst die häufigsten Fragen und beantworten Sie diese. Typische Fragen für Handwerker:
- →Bieten Sie auch Notdienst an?
- →Wie lange ist die Wartezeit für einen Termin?
- →Erstellen Sie kostenlose Kostenvoranschläge?
- →In welchen Städten arbeiten Sie?
Was nach der Einrichtung passiert
Ein vollständiges Profil allein reicht nicht aus, um dauerhaft oben zu bleiben. Was langfristig zählt: regelmäßige Bewertungen, aktive Pflege der Fotos und Posts, schnelle Reaktion auf Nutzerfragen.
Das Google Unternehmensprofil ist kein einmaliges Setup – es ist ein Kanal, der Pflege braucht. Wer das versteht und konsequent dran bleibt, wird nach 2–4 Monaten eine merkliche Verbesserung in der lokalen Sichtbarkeit sehen.
Fazit
Das Google Unternehmensprofil ist der einfachste und schnellste Weg zu mehr lokaler Sichtbarkeit – kostenlos, ohne technisches Vorwissen, mit messbarer Wirkung innerhalb von Wochen. Kein Handwerksbetrieb sollte darauf verzichten.
Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Profil aktuell abschneidet und wo die größten Lücken sind – das klären wir in einem kurzen Gespräch.
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